Die Z E I T
Anmaßend und Vermessend, Verletzend und Zerstörend, Bedeutsam und Gefühlvoll, Angenehm und Wundervoll, Humorvoll und Elendig, Schön und Verliebt, Faszinierend und Spannend.

Es gibt ein großes und doch ganz alltägliches Geheimnis.


Alle Menschen haben daran teil, jeder kennt es, aber die wenigsten denken je darüber nach. Die meisten Leute nehmen es einfach so hin und wundern sich kein bißchen darüber. Dieses Geheimnis ist die Zeit...Michael Ende


Was aber ist Zeit?

Ist Zeit ein Maß um zu verhindern das alles auf einmal passiert,Imanuel Kant 1724 - 1804 schrieb über die Zeit sie ist kein empirischer Begriff, der irgend von einer Erfahrung abgezogen worden. Denn das Zugleich sein oder Aufeinanderfolgen würde selbst nicht in die Wahrnehmung kommen, wenn die Vorstellung der Zeit nicht a priori zum Grunde läge. Nur unter deren Voraussetzung kann man sich vorstellen: daß einiges zu einer und derselben Zeit (zugleich) oder in verschiedenen Zeiten (nach einander) sei.Die Zeit ist eine notwendige Vorstellung, die allen Anschauungen zum Grunde liegt. Man kann in Ansehung der Erscheinungen überhaupt die Zeit selbsten nicht aufheben, ob man zwar ganz wohl die Erscheinungen aus der Zeit wegnehmen kann. Die Zeit ist also a priori gegeben. In ihr allein ist alle Wirklichkeit der Erscheinungen möglich. Diese können insgesamt wegfallen, aber sie selbst (als die allgemeine Bedingung ihrer Möglichkeit) kann nicht aufgehoben werden.

Das Bestreben des Menschen, das Wesen der Zeit zu messen, zu ordnen und zu zähmen, blickt auf eine lange Geschichte zurück. Grundlage für ihre Erfassung war die Astronomie oder Himmelkunde. Bereits im 5. Jahrtausend vor der abendländischen Zeitrechnung begannen ägyptische Gelehrte, sich mit der Schaffung eines Kalenders zu beschäftigen.Im 8 Jhd. v. Chr. hatten die Astromomen eine derart hohe Sicherheit in der Bestimmung der Bewegung der Himmelskörper erreicht, daß sich der assyrische König Assurbanipal inspiriert sah, die berühmte Tontafelbibliothek in Ninive zu gründen, in der das zeitgenössische Wissen über Himmelskunde konserviert wurde. Das Wissen war derart präzise, daß angeblich Thales von Milet 585 v. Chr. eine Sonnenfinsternis im Abendland als erster vorhersagen konnte. Der Himmel war mysteriös und aufschlußreich zugleich, Zeit war etwas Göttliches. Von daher war es vielfach Priestern vorbehalten, dem Lauf der Zeit "Steine in den Weg zu legen", um in seiner Dynamik zurechtzukommen.Die religiöse Prägung der Zeit im frühen Mittelalter ging neben der Kirche vor allem von Klöstern aus, da diese aufgrund ihrer starken Disziplin und Regelhaftigkeit eine gut durchdachte "zeitliche Haushaltspolitik" benötigten. Die Klöster hatten ihr eigenes Zeitsystem, die sogenannten Kolonialstunden, welche die Zeiten für das Chorgebet regelten. Innerhalb der Orden unterschieden sich die Kolonialstunden erneut, sowohl zeitlich als auch räumlich. Die Kolonialstunden basierten auf den Temporalstunden, die, wie bereits der heilige Augustinus in seinen Schriften erwähnte, den Nachteil hatten, daß die Winterstunden im Vergleich mit den Sommerstunden kürzer waren. Aus diesem Grund waren bereits sehr früh Ansätze erkennbar, das Prinzip der Temporalstunden zu durchbrechen und mit Hilfe von Wasseruhren zurechtzurücken. Hierin taten sich vor allem die Benediktiner, die als Verehrer absoluter Pünktlichkeit galten, hervor. Ihr Mönch Hildemar erklärt den starken Zusammenhang von Zeit und Lebenswelt wie folgt: "kein Gebet ist vernünftig, wenn es nicht zeitlich genau geregelt wird durch eine Klepsydra, die bei Nacht oder an einem trüben Tag die Stunden anzeigt". Und sein römischer Kollege Cassiodor setzte auf diese Äußerung noch eines drauf, indem er die Erfindung der Wasseruhr als größte Wohltat für die Menschheit erklärte. Bis dato arbeiteten eine Vielzahl von Gelehrten an der Konservierung und Fortentwicklung des Wissens über Uhren und Zeit. Im Abendland war es vor allem der angelsächsische Theologe Beda Venerabilis, welcher den Stand des abendländischen Wissens in seinen Schriften verdichtete, die Zählung der Jahreszahlen vor Christi Geburt einführte und dessen Gedanken über einen Mittelsmann an den Hof des großen Karl gelangten. In Arabien wurde das von Griechen und Römern verbesserte altertümliche Wissen von den Weisen des späteren Konstantinopel verwaltet und vor allem im Hinblick auf die Hydraulik vorangetrieben. In China erlebte das Reich unter der Tang-Dynastie einen kulturellen und staatlichen Höhenflug. In der Verwaltung des riesigen Landes wurden Verfahren und Ordnungsmotive eingeführt, die bis ins 20. Jhd. Gültigkeit behielten.

Bis hierher ist es eine Geschichte aus verschiedenen Quellen.

Jetzt kommt eine andere Variante.
Das natürliche Zeitmaß ist der durch die Erdrotation der definierte Tag.
60 Sek * 60 Min. * 24 Std. =  86400 Sekunden


Aber,

es gibt den Zeit-Begriff -

also muss es auch das Objekt Zeit geben.


Die Formulierung der Zeit überlasse ich den Philosophen aber das Maß der Zeit  wird eindeutig der Geometrie zugeordnet.


Eine geometrische Sekunde,

ist nichts weiter als der  Teil eines Vollkreises.

1 / 240     =  
360°  /    0,00416666     =    86401,382    Sek.

86400 Sekunden =              360°
240 Sekunden =                  1°
1 Sekunde   =   0,0041666° 

1 / 0,0041666 = 240,0038

Ach überigens, die 7 soll ja bekanntlich eine echte Glüchszahl sein, aber wissen Sie auch warum? Na,weil dem Glücklichen keine Stunde schlägt?
Denn die Sekunden am Tag also die 86400 lassen sich durch alle Zahlen teilen außer durch 7.

 

oder doch noch eine Kleinigkeit zum Nachdenken ?

Es verhält sich tatsächlich so wie unten aufgeführt.

Der Radius dividiert durch die Diagonale vom absoluten 0 Punkt bis zur aüßersten Kreislinie ergibt immer das selbe Ergebnis 0,4166666 multipliziert mit 360 kommen wir bei einem Radius von 100 cm auf 86400.    WARUM?

 

 

 

 

 

© Wolfgang Ast

 Zeit